Festgeld Anlegen

Wo sich sicher und optimal Festgeld sparen lässt

Wollen Sparer Festgeld anlegen, sollten sie auf drei Aspekte achten: die Sicherheit, die Rendite und die empfehlenswerte Laufzeit. Nur die Beachtung aller drei Kriterien gewährleistet, dass Anleger ihre Vermögen bestmöglich ohne Verlustgefahr mehren. Bis zu 100.000 Euro greift die gesetzliche Einlagensicherung

Festgeld

Bei einem Betrag bis 100.000 Euro muss sich kein Anleger um sein Geld sorgen. Auch bei einer Bankenpleite ist es sicher, das garantiert der Staat. Mit dieser gesetzlichen Einlagensicherung schützt er private Sparer und zugleich das komplette Bankensystem, das ansonsten bei einer Massenpanik unter Anlegern zusammenbrechen könnte. Interessierte können auch bedenkenlos in anderen EU-Staaten wie den Niederlanden, Luxemburg oder Frankreich ein Festgeldkonto abschließen, dort gelten die gleichen Regeln. Diesen Sicherungsmechanismus haben die Mitgliedsländer infolge der letzten Bankenkrise vereinheitlicht.

Bei einer höheren Geldanlage sollten Sparer dagegen genauer prüfen, wo sie ein Konto eröffnen. In diesem Fall sollte ein Institut über zusätzliche, private Sicherungsmechanismen verfügen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Verbünde handeln, bei denen die Banken gegenseitig füreinander haften. Viele Geldhäuser zahlen auch in Sicherungsfonds ein, die hohe Millionensummen pro Anleger gewährleisten.

Die höchsten Zinsen sichern

Als zweites Kriterium sollten Sparer die Rendite heranziehen. Zwischen den Banken existieren enorme Differenzen, bei der gleichen Laufzeit kann es bei einem Geldhaus 2 Prozent und beim anderen 4 Prozent geben. Anleger sollten keinen Ertrag verschenken und durch einen Banken Zinsvergleich ein möglichst attraktives Angebot recherchieren. Mit einem Online-Rechner, der viele Institute listen sollte, lässt sich ein solcher Vergleich rasch erledigen.

Vor dem Aufwand, bei einer bisher nicht genutzten ein neues Festgeldkonto zu eröffnen, sollte sich niemand fürchten. Wer Festgeld anlegen will, kann im Internet einen Antrag downloaden und ausfüllen. Mit den entsprechenden Unterlagen muss der künftige Kunde nur noch zu einer Postfiliale gehen, auf der ein Mitarbeiter anhand des Personalausweises die Identität prüft. Die Post schickt sämtliche Dokumente anschließend zur Bank, welche die Kontoeröffnung wenig später bestätigt. Wer seinen Sparerfreibetrag noch nicht ausgeschöpft hat, sollte daran denken, bei der Neubank schnell einen Freistellungsauftrag zu stellen. Dann entgehen Sparer dem automatischen Einzug der Abgeltungssteuer.

Laufzeit: Auf Finanzplanung und Zinsentwicklung achten

Umso länger ein Festgeldkonto läuft, desto höhere Zinsen zahlt eine Bank. Sparer dürfen aber nicht nur den Zins berücksichtigen, sie sollten zwei weitere Aspekte einbeziehen. Zum einen sollten sie abwägen, ob sie das angelegte Kapital während der Laufzeit tatsächlich nicht benötigen. Wie der Name Festgeld besagt, kommen Kunden bis zum Enddatum nicht an ihr Geld. Bei einigen Banken können sie es zwar kündigen, aber nur gegen eine hohe Gebühr.

Zum anderen verdient die Zinsentwicklung Aufmerksamkeit. Im Laufe der Zeit schwanken die Marktzinsen, an denen sich alle Institute orientieren, stark. Befinden sich diese momentan auf einem tiefen Niveau, sollten sich Sparer nicht für einen langen Anlagezeitraum von 6 oder 8 Jahren entscheiden. Steigen die Zinsen währenddessen wieder, ärgern sie sich. Es empfehlen sich in einer solchen Phase eher kürzere Laufzeiten, 2 Jahre vielleicht. Dann können sie bald wieder über das Geld verfügen und zu wahrscheinlich besseren Konditionen erneut anlegen.