Festgeldanlagen

Die Festgeldanlage - Geld mit Zinsgewinn parken

Festgeldanlagen sind eine Form des Kontosparens, bei der der Investor einen bestimmten Geldbetrag für einen vertraglich festgelegten Zeitraum zu einem vereinbarten Zinssatz bei einem Kreditinstitut anlegt. Nach Ende des Anlagezeitraums kann - je nach Vereinbarung - eine Fortführung der Sparanlage zu den bisherigen oder zu modifizierten Zinskonditionen stattfinden. Möglich ist auch eine Fortführung der Geldanlage als Tagesgeld (Sichteinlage) mit täglicher Verfügbarkeit des Guthabens. Anders als beim Tagesgeld und beim Kapitalmarktkonto besteht keine Möglichkeit einer zinsunschädlichen vorzeitigen Verfügung über das Anlagekapital. Soll trotzdem vorzeitig über das Guthaben verfügt werden, ist dies mit der Belastung von Vorschusszinsen (Strafzinsen) verbunden, die rechnerisch meist bewirken, dass die Verzinsung auf das Niveau einer Sichteinage sinkt.

Festzinsanlagen werden häufig als Alternative zum klassischen Sparbuch für Investoren mit kurz- oder mittelfristigem Anlagehorizont beworben. Angesichts der Vielzahl von Offerten in diesem Marktsegment ist es lohnend, in einem der vielen einschlägigen Online-Portale einen Vergleich der Konditionen für Festanlagen vorzunehmen.

Festgeldanlagen werden in der Regel auf einem Termingeldkonto deponiert, das speziell für diesen Zweck eingerichtet wird und nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr genutzt werden kann. Festgeldanlagen im Rechtssinne werden nur von Banken oder Sparkassen angeboten, da nur Kreditinstitute im Sinne von § 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) derartige Einlagen hereinnehmen dürfen. Bei seriösen Festgeldofferten beträgt die Schwankungsbreite der Angebote etwa 1,5 % Jahreszinsen. Wenn in der Werbung von Festgeldanlagen die Rede ist, die wesentlich höhere Zinserträge erbringen sollen, handelt es sich tatsächlich meist nicht um eine Festanlage, sondern um Unternehmensanleihen oder Anlagen im Bereich des privaten Kreditmarkts (Crowdfunding). Hier werden die deutlich höheren Zinsen mit einem deutlich höheren Anlagerisiko erkauft. Wer eine Festgeldanlage sucht, sollte daher nicht nur auf eine gute Verzinsung achten, sondern auch den Aspekt der Einlagensicherung in seine Überlegungen einbeziehen. Welcher Anbieter die besten Anlagekonditionen offeriert, lässt sich den zahlreichen Vergleichsportalen im Internet sowie der Wirtschaftspresse entnehmen.

Festgeld

Das Festgeldkonto - Geld sicher für bestimmte Zeit anlegen

Wer eine sichere Geldanlage sucht und dabei Zinssätze oberhalb derjenigen des Sparbuchs erzielen möchte, findet im Festgeld eine attraktive Anlageform, bei der er den Vorteil mittel- oder langfristig kalkulierbarer Erträge mit dem Nachteil der vorübergehend fehlenden Liquidität erkauft. Insoweit ist die Festgeldanlage mit dem ebenfalls nicht völlig liquiden Sparbuchguthaben vergleichbar. Der Sparbrief ist letztlich auch eine Form der Festgeldanlage, bei der der Vertragsinhalt in einer speziellen Form urkundlich niedergelegt (verbrieft) ist. Festgelder werden im Regelfall für Anlagezeiträume von einem Monat bis zu fünf Jahren, gelegentlich auch für noch längere Zeiträume, angenommen. Viele Banken und Sparkassen verlangen einen Mindestanlagebetrag, der teilweise nur bei 500,- Euro, vielfach aber bei 5.000,- Euro und mehr, liegt. Auch die Zinskonditionen variieren nach dem Anlagezeitraum und dem Anlagebetrag. Beste Konditionen werden oft von Direkt- bzw. Onlinebanken angeboten. Häufig sind aber auch Filialbanken oder Sparkassen bereit, Stammkunden bessere Konditionen zu gewähren.

Grundsätzlich ist die Zinshöhe davon abhängig, wie hoch die Anlagesumme ist und für welchen Zeitraum die Anlage erfolgen soll. Nicht selten werden Festgeldkonten ausschließlich als Onlinekonto ohne Bezahlfunktion geführt, sodass für Verfügungen ein separates Girokonto benötigt wird. Manche Anbieter gewähren besonders günstige Zinskonditionen nur, wenn dort gleichzeitig mit der Festgeldanlage ein oft kostenpflichtiges Girokonto eröffnet wird. Manche Banken und Sparkassen setzen besonders günstige Festgeldzinsen gezielt zur Neukundenaquise ein. In solchen Fällen werden Vorzugskonditionen oft nur Neukunden gewährt und auf bestimmte Anlagezeiträume befristet. Festgeldanlagen bei deutschen Kreditinstituten sind mündelsicher im Sinne des § 1807 BGB. Die EU-weite Einlagensicherung gilt für Anlagesummen bis zu 100.000,- Euro. Deutsche Geschäfts- und Genossenschaftsbanken sowie Sparkassen besitzen darüber hinaus jeweils eigene Einlagensicherungssysteme, die auch höhere Anlagebeträge abdecken, ohne hierauf jedoch einen Rechtsanspruch zu gewähren. Wer sich für eine Festgeldanlage interessiert, sollte die Frage der Einlagensicherung vorsorglich prüfen. Viele Vergleichsportale und Testberichte enthalten hierzu wichtige Informationen.